Druck- o. druckloses Verfahren

zur Abdichtung und Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre. Vor- und Nachteile in der Übersicht.

Drucklos oder Druckinjektion
Eine häufig gestellte Frage ist, wie soll man bei Bohrlochsperren (nachträgliche Horizontalsperre) arbeiten, mit Druck oder ohne Druck. Hier gibt es eine Reihe von Fachleuten, die der Auffassung sind und dies auch massiv kundtun, dass nur ein Druckinjektionsverfahren bei stark durchfeuchtetem

Mauerwerk wirksam ist. Gemeinhin wird angenommen, dass es sinnvoll ist, die Injektion unter Druck mit ca. 10 bar der ohne Druck vorzuziehen. Diese Annahme geht davon aus, dass in kürzeren Zeiträumen eine im Vergleich zur drucklosen Injektion höhere Wirkstoffmenge in den Baukörper eingebracht wird.

Viele Verfahren - ein Abdichtfavorit

Werter Hausbesitzer,

wir hoffen, dass diese kurze allgemeinverständliche Abhandlung deutlich macht, dass Vorabsolutierungen hinsichtlich Druckinjektions- oder druckloser Verfahren fachlich nicht haltbar sind. Beide Verfahren sichern natürlich in Abhängigkeit der eingesetzten Wirkstoffe und Bauwerksmaterialien eine nachhaltige Sperrwirkung. Zum Thema Wirkstoffe erhalten Sie von unseren Technikern oder Gutachtern umfassende Informationen. Der Einsatz der Wirkstoffe hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B.: Durchfeuchtungsgrad, Versalzungsgrad, Mauerwerksmaterial, Bauwerkszustand - im Keller oder ab OK Erdreich.

In einem Baustoff liegen nie einheitliche Porenradien vor,
sondern immer Poren mit unterschiedlichen Radien. Kapillarer Wassertransport findet bei Porenradien zwischen 0,1 µm und 100 µm statt, ein 1000facher Größenunterschied - wobei Poren mit einem Radius von ca. 30 µm die höchste Transportkapazität besitzen. Nach dem Hagen-Poiseullegesetz bedeutet das vereinfacht dargestellt, dass wenn sich der Radius der zu verpressenden Kapillaren auf ein Zehntel reduziert (z.B. 1,0 µm auf 0,1µm), der Druck der anzuwenden wäre, um das gleiche Materialvolumen dort einzubringen verzehntausendfachen müsste - von 10 bar auf 100.000 bar - also mit einer Druckinjektion gar nicht realisierbar ist. Da aber in einem Baustoff Kapillaren unterschiedlicher Radien nebeneinander liegen, füllen sich naturgemäß die Kapillaren mit großem Durchmesser zuerst, da der aufzubringende Druck um jene mit kleinem Durchmesser zu füllen, viel höher sein muss (Prinzip des kleinsten Zwangs von LeChatelier). Die feineren Kapillaren werden erst anschließend an den Injektionsvorgang durch Eindiffusion des Wirkstoffes hydrophobiert, wobei hier wiederum gilt, dass sich die maximal einbringbare Wirkstoffkonzentration ständig aufteilt - es findet also bei wässrigen Produkten eine ständige Verdünnung der Wirkstoffkonzentration und Verringerung der Wirkung in den kleineren Kapillaren, und somit auch eine Reduzierung der Lebenserwartung der nachträglichen Sperre statt. Übersicht Abdichtverfahren sehen Sie HIER.

Nasse Wand & Salpeterausblühungen

bei der Druckinjektage sind nicht nur die Unterschiede der Kapillaren, sondern vielmehr der gefürchtete Druckabfall durch Bauwerksrisse, offene Fugen, Spalten und Hohlkammern, in denen das Material -ohne überhaupt in den abzudichtenden Baukörper einzudringen- unkontrolliert verschwinden kann.

Hinzu kommt, dass sich bei der Anwendung einiger wasserverdünnbarer Produkte -in Kombination mit bauschädlichen

Salzen- die chemische Zusammensetzung, und somit deren Eigenschaften, drastisch ändern können. Damit ist dann auch mit einer weiteren drastischen Einschränkung der Funktion der nachträglich eingebauten Sperre zu rechnen. Weiterhin gilt zu beachten, dass verschiedene wässrige Injektionsprodukte gerade bei hochdurchfeuchteten Baustoffen (Kellerbereiche) nicht mehr ordnungsgemäß ausreagieren können, also die Entstehung der neuen Sperre erheblich eingeschränkt wird!

die drucklos eingebracht werden und eine Nichtmischbarkeit mit Wasser -und somit keine Reduktion des Wirkstoffgehaltes durch Verdünnungseffekte- aufweisen, und keine chemischen Reaktionen mit Salzen eingehen, sind hier zu bevorzugen, insbesondere nichtwassermischbare Flüssigkeiten mit einer deutlich kleineren Dichte als 1 g/qcm, z.B. flüssiger Kunststoff mit einer Dichte von 0,76.

Vor der Wahl des Injektionsmaterials sind also sorgfältige Analysen des instandzusetzenden Baukörpers in Bezug auf Salzgehalt, Durchfeuchtung und Baubeschaffenheit notwendig.

Wir haben über 10 Abdichtverfahren
für fast alle Mauerwerksarten und Mauerwerksschäden.
Rufen Sie uns an und informieren Sie sich, ein trockenes Haus sichert Ihre Vermögenswerte nachhaltig.

Aufsteigende Feuchtigkeit im Keller

Horizontalsperre für salzgeschädigte Wände !

Abdichtung bei salzhaltigen Wänden, Schutz vor

Nitrate, Säuren, Laugen und Salze !

Horizontalsperre für wenig salzhaltige Wände !

Abdichtung mit Silikonmikroemulsion für

nicht salzgeschädigte Wände !!

Zugriffe heute: 1 - gesamt: 196890.